.

Neues von den Friedhöfen

Auf den drei kommunalen Friedhöfen Herchen (neu), Stromberg und Leuscheid werden ungenutzte Teilflächen zu naturschutzfachlich wertvollen Lebensräumen aufgewertet und hierdurch ein niederschwelliges Bildungsangebot geschaffen. Dabei wurde jedem Friedhof eines der drei Grundmotive „Wald", „Gewässer" und „kleinbäuerliche Kulturlandschaft" zugeordnet.

 

Im vergangenen Herbst haben bereits umfangreiche Pflanzungen auf den Friedhöfen stattgefunden. Neben zahlreichen Obstbäumen in Leuscheid wurden verschiedene Laubbäume und Heckensträucher auch in Herchen und Stromberg gepflanzt. Blumenzwiebeln von Krokussen, Narzissen und Tulpen wurden gesetzt und haben schon die erste Blüte gebracht.

 

Hieran erfreuten sich nicht nur die Friedhofsbesucher sondern auch das Bienenvolk, das neuerdings auf dem Friedhof in Leuscheid einen Bienenstock bewohnt. Die Konstruktion des Standes erfolgte durch den Bienenzuchtverein Windeck als Projektpartner der Gemeinde Windeck. Der Stand beherbergt ein Wirtschaftsvolk und oben einen Honigraum, wo die Bienen den Nektar einlagern können. Der Honigraum ist mit Fenstern versehen, so dass der Besucher das Bienenvolk durch die Scheibe sehen kann. Der Bauhof der Gemeinde legte einen Fußweg an, der an entsprechenden Lehrtafeln des Deutschen Imkerbundes entlang zu dem Schaukasten führt. Die Lehrtafeln greifen das Thema Bienen und Imkerei unter verschiedenen Aspekten auf: Die Biene, Honig, Wachs, Imkerei.

 

Ein weiterer Teil des Projektes ist der Bau von Nisthilfen für Vögel und Insektenhotels durch die Förderschule Rossel. Insgesamt 30 Nistkästen sowie drei große Insektenhotels sollten gebaut werden. Für die Werkgruppen war das ein wirklicher Großauftrag. „So viele, das schaffen wir doch nie" sagte eine Schülerin aus der Familienklasse der Förderschule Rossel.

 

Bau Insektenhotel

 

Die SchülerInnen hatten nun die Aufgabe, ein neues Zuhause für Meisen, Stare, Waldkauze, Fledermäuse und Wildbienen zu bauen. Nachdem die Anzahl und Bauart der Nisthilfen mit der Biologischen Station Eitorf abgesprochen war, ging es im Werkraum der Schule an die Arbeit. Nach und nach entstand so ein Nistkasten nach dem anderen. Zum Glück hatte auch die Gesamtschule Windeck von diesem Projekt erfahren und so entstand die Idee, das Vorhaben als inklusives Projekt anzugehen. Bei einem Besuch in Rossel werkelten die beiden Schülergruppen dann sehr kooperativ und mit klarem gemeinsamen Ziel miteinander. Ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Inklusion funktionieren kann. Nach einigen Wochen war es dann soweit, der Großauftrag war abgearbeitet und vom Bauhof der Gemeinde wurden schließlich die passenden Bäume auf den drei Friedhöfen ausgesucht, um den Vögeln eine optimale Brutstätte zu geben. Zudem wird je ein Insektenhotel pro Friedhof aufgestellt.

 

Ein erweitertes Nahrungsangebot für Vögel und Insekten wird es bald durch die Blumenwiesen und Getreidefelder auf den Friedhöfen geben. Einige künstlerisch gestaltete Objekte sind außerdem noch zu erwarten.

 

Gez. Gauß
Bürgermeisterin

 

 

Dieser Artikel wurde bereits 673 mal angesehen.


.
.

xxnoxx_zaehler